Internationale Sächsische Meisterschaften: Fynn Sieckmann erreicht Halbfinale

Die Titelträger der 28. Internationalen Sächsischen Meisterschaften (ISM) 2026 heißen David Eichenseher (DTB-Rang 51, TA VfL Sindelfingen 1862) und Isabella Angelina Abendroth (DTB-Rang 34, Der Club an der Alster). Beide wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und siegten souverän. Doch auch aus sächsischer Sicht boten die Meisterschaften Grund zur Freude.

Nachdem mit Lola Giza (TLZ Espenhain) die Titelträgerin der ISM der letzten beiden Jahre diesmal nicht am Start war, sorgten 2026 die Herren für das sportliche Highlight aus sächsischer Perspektive. Zehn Sachsen schlugen im Hauptfeld auf, fünf davon hatten zuvor die Qualifikation erfolgreich überstanden. Mit Tristan Nitschke (DTB-Rang 122, TLZ Espenhain) und Fynn Sieckmann (DTB-Rang 129, TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz) gehörten auch zwei STV-Spieler zu den acht Gesetzten. Sowohl Tristan Nitschke (an Position 6 gesetzt) als auch Fynn Sieckmann (an Position 8 gesetzt) erreichten mit zwei Siegen das Viertelfinale. Hier musste sich Tristan Nitschke dem topgesetzten späteren Titelträger David Eichenseher in zwei Sätzen geschlagen geben. Fynn Sieckmann buchte mit einem 7:6, 6:1-Erfolg gegen Lamin Lourenzo da Silva (SV Berliner Bären) das Halbfinalticket. Die Vorschlussrunde der Herren wird bei den ISM traditionell am Samstagabend unter Flutlicht ausgetragen und wurde für Spieler und Zuschauer einmal mehr zum Erlebnis. Auf dem voll besetzten Centercourt des Leipziger TC 1990 traf Fynn Sieckmann auf Jochen Bertsch (DTB-Rang 71, Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft 1899). In einem sehenswerten Match spielte der an Position drei gesetzte Jochen Bertsch in den entscheidenden Momenten abgeklärter, hatte häufig die bessere Antwort parat und zog schließlich mit 6:3, 6:2 ins Finale ein. Hier triumphierte jedoch mit David Eichenseher der topgesetzte Spieler klar mit 6:2, 6:0 und feierte einen ebenso verdienten wie souveränen Titelgewinn ohne Satzverlust.

Mit Adrian Böhme und Ansgar Thiele (beide SV Dresden Mitte 1950) erreichten zwei Sachsen das Halbfinale der Nebenrunde, mussten sich hier jedoch beide geschlagen geben. Die Nebenrunde gewann schließlich Michael Sperl (TC Rot-Weiß Cham).

Sächsische Spielerinnen mit schwerem Stand

In Abwesenheit der sächsischen Spitzenspielerinnen Lola Giza und Clara-Marie Schön (TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz) hatten die vier sächsischen Damen im Hauptfeld der Internationalen Sächsischen Meisterschaften einen schweren Stand. Helene Sommer (TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz) und Daria Barsukov (TC RC Sport Leipzig) gelangen die einzigen beiden Hauptfeld-Siege. Helene Sommer schlug dabei Julia Hofmann (TC 1899 Blau-Weiß Berlin) in drei Sätzen. Daria Barsukov führte gegen die an Position sechs gesetzte Laura Böhner (Heidelberger TC 1890) mit 4:1, als ihre Gegnerin aufgeben musste. In Runde zwei verlor Daria Barsukov nach großem Kampf mit 11:13 im Match-Tiebreak gegen Nelli Marie Bukow (TC Augsburg Siebentisch). Helene Sommer unterlag Hanna Resch (TC Aschheim) in zwei Sätzen. Alisa Atmadzhan (Leipziger SC 1901) erreichte mit zwei Siegen das Finale der Nebenrunde, wo sie sich Corinna Rietmann (LTTC „Rot-Weiß“ Berlin) in drei Sätzen beugen musste.

Nach dem Rückzug von Ida Wobker (TC SCC Berlin), die zu den ISM aufgrund ihres starken Auftritts beim parallelen ITF-Turnier nicht antrat, startete die an Position zwei gesetzte Isabella Angelina Abendroth als Turnierfavoritin und wurde dieser Rolle eindrucksvoll gerecht. Im gesamten Turnierverlauf gab sie nur einen einzigen Satz ab, im Viertelfinale gegen Nelli Marie Bukow. Auch im Finale ließ sie Leonie Schuknecht (DTB-Rang 48, TC Bredeney) beim 6:1, 6:3 keine Chance und freute sich über den verdienten Titelgewinn.

Die Internationalen Sächsischen Meisterschaften boten vier Tage lang hochklassiges Tennis und viele spannende Matches, in sowohl qualitativ als auch quantitativ hervorragend besetzten Feldern. Insgesamt schlugen in Leipzig 37 Damen und 56 Herren auf, darunter mehr als 60 Damen und Herren, die in der deutschen Rangliste geführt werden. 13 dieser Spielerinnen und vier Spieler gehören derzeit den deutschen Top 100 an.

Mit dem Finalwochenende der Leipzig Open endete eine rundum gelungene Turnierwoche, die STV-Präsident Dr. Ulf Tippelt rückblickend als eine Festwoche für den Tennissport bezeichnete. Sein expliziter Dank gilt deshalb einmal mehr dem Präsidenten des Leipziger TC 1990, Dr. Mathias Reuschel, und Birgit Bach, Turnierdirektorin der Leipzig Open und Geschäftsführerin der Leipzig Open GmbH sowie den unzähligen Helferinnen und Helfern für Ihr Engagement.

Alle Ergebnisse der ISM 2026 finden sich hier.

Antonia Preißler-Szelig
Fotos: Ronny Ecke