Ostliga-Relegation: Sachsens Teams mit Licht und Schatten

Traditionell im September ermitteln die Landesmannschaftsmeister der Tennisverbände Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens und Mecklenburg-Vorpommerns sowie die beiden erstplatzierten der Meisterklasse des Tennisverbands Berlin-Brandenburg die Aufsteiger in die Ostligastaffeln der Aktiven und der Altersklassen der folgenden Sommersaison. So auch in diesem Jahr. Insgesamt schlugen neun STV-Teams im Rahmen der Ostliga-Relegation auf, mit ganz unterschiedlichem Erfolg.

Die Reserve des TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz, souveräner Landesmannschaftsmeister der Damen, bezwang in ihrer einzigen Relegationspartie im Dresdner Waldpark den USV Jena. Mit der Tschechin Tereza Smitkova an der Spitze setzten sich die Blasewitzerinnen vollkommen ungefährdet mit 9:0 durch und können für die Ostliga 2026 planen. Die Thüringerinnen hatten dabei der starken Blasewitzer Aufstellung kaum etwas entgegenzusetzen und konnten lediglich 14 kleine Spiele für sich entscheiden.

Strahlende Aufsteigerinnen: Die Damen II des TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz.

Weniger erfolgreich verlief die Ostliga-Relegation für den Sächsischen Landesmannschaftsmeister der Herren. Die 2. Mannschaft des TLZ Espenhain setzte sich in ihrer ersten Relegationspartie mit 6:3 gegen den Erfurter TC Rot-Weiß durch, blieb jedoch im entscheidenden Duell um den Ostliga-Aufstieg auf heimischer Anlage gegen den Berliner SV 1892 beim 0:6 ohne echte Siegchance (auf die Austragung der Doppel wurde im gegenseitigen Einvernehmen verzichtet). Die Espenhainer traten in beiden Relegationsbegegnungen mit einem durchweg sehr jungen Team (Jahrgänge 2010 bis 2004) und dem Ziel an, erste Ostliga-Erfahrungen zu sammeln. Auch wenn die Mannschaft den Aufstieg verfehlte, boten die Spieler teils vielversprechende Leistungen.

Das junge Team des TLZ Espenhain II verpasste den Ostliga-Aufstieg in der entscheidenden Relegationspartie.

Von den sieben sächsischen Senioren-Teams, die sich der Herausforderung Ostliga-Relegation stellten, erspielten zudem die Herren 40 des Leipziger SC 1901 und die Herren 50 des TC RC Sport Leipzig Ostliga-Startplätze für die nächste Sommersaison. Beim knappen 5:4-Erfolg des Leipziger SC 1901 gegen den USV Jena fiel die Entscheidung erst in den Match-Tiebreaks der Doppel. Die Herren 50 des TC RC Sport Leipzig bestritten zwei Relegationspartien und konnten dabei den Erfurter TC Rot-Weiß und den Hermsdorfer SC jeweils knapp mit 5:4 bezwingen.

Ebenfalls für die Ostliga planen können die Damen 40 des 1. TC Waldheim und die Damen 50 des Leipziger SC 1901. Beide Mannschaften steigen ohne Relegation auf, da nicht alle Landesmannschaftsmeisterinnen der Verbände für die Relegation meldeten und diese somit obsolet wurde.

Mit den Damen 30 und den Herren 60 des Chemnitzer TC Küchwald, den Herren 30 II des SV Dresden Mitte 1950, den Herren 65 des Neugersdorfer TC und den Herren 70 des SSV Planeta nahmen fünf weitere Senioren-Teams an der Ostliga-Relegation teil, verfehlten jedoch den Aufstieg.

Alle Ergebnisse der Ostliga-Relegation finden sich hier. 

Antonia Preißler-Szelig
Fotos: Franziska Margreiter, Christian Thöne