Deutsche Jugendmeisterschaften 2026 in Ludwigshafen

Der Sächsische Tennis Verband war bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ludwigshafen mit fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern vertreten. In der Altersklasse U 13 der Jungen ging Bruno Körnig an den Start, bei den U 14-Mädchen vertrat Lena Ruppert die sächsischen Farben. In der U 16-Konkurrenz der Jungen waren mit Adrian Böhme, Maximilian Shirzady und Richard Hiemann gleich drei Sachsen im Teilnehmerfeld vertreten.

Die Erwartungen an die Meisterschaften waren dabei unterschiedlich. Für einige stand vor allem das Sammeln von Erfahrungen auf höchstem nationalem Niveau im Vordergrund, während andere durchaus mit dem Ziel angereist waren, um gute Platzierungen im Einzel oder Doppel mitzuspielen.

Team STV in Ludwigshafen mit Sascha Ruppert, Lena Ruppert, Maximilian Shirzady, Adrian Böhme, Bruno Körnig, Richard Hiemann und Artjom Agamov (von links).

Positiv verlief das Turnier für Bruno Körnig. Er konnte zwei seiner drei Gruppenspiele jeweils in zwei Sätzen gewinnen und musste sich erst im entscheidenden Gruppenspiel gegen Bennet Rohde aus Niedersachsen mit 3:6, 3:6 geschlagen geben. Auch im Doppel zeigte Bruno gemeinsam mit seinem bayerischen Partner Ferdinand Garhammer eine starke Leistung. Gegen das topgesetzte Doppel hielten beide lange hervorragend mit, mussten sich am Ende jedoch knapp mit 6:7, 4:6 geschlagen geben. Insgesamt kann Bruno auf sehr erfolgreiche Meisterschaftstage zurückblicken.

Lena Ruppert hatte als Nummer 31 der Zulassungsliste eine äußerst anspruchsvolle Gruppe erwischt. Nach zwei deutlichen Niederlagen zeigte sie jedoch große Moral und ihr Potenzial, als sie ihr letztes Gruppenspiel klar gegen Luise Meißner (TNB) gewann. Besonders bemerkenswert: Bei den Mannschaftsmeisterschaften im April hatte sie gegen dieselbe Gegnerin noch verloren. Im Doppel erreichte Lena mit ihrer Partnerin Darija Tomic (TVM) das Viertelfinale, was als sehr guter Erfolg einzustufen ist. Dort wartete allerdings das topgesetzte Duo, gegen das letztlich nichts zu holen war.

Mit großen Erwartungen war Adrian Böhme nach Ludwigshafen gereist. In der ersten Runde traf er jedoch direkt auf einen starken Gegner. Nach einem intensiven und hochklassigen Match auf Augenhöhe musste er sich im dritten Satz mit 2:6 geschlagen geben. Hier entschieden am Ende nur wenige Nuancen über Sieg und Niederlage. Im Doppel kam zusätzlich großes Pech hinzu: Obwohl das Duo Adrian Böhme/Lucas Ariel Herrera Sánchez (TNB) an Position zwei gesetzt war, musste es beim Stand von 6:2 und 6:6 aufgeben, nachdem sich Adrians Partner eine Bauchmuskelverletzung zugezogen hatte.

Für Maximilian Shirzady verlief das Turnier leider nicht wie erhofft. An den sehr heißen Tagen in Ludwigshafen hatte er mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und konnte deshalb nicht sein gewohntes Leistungsniveau abrufen. Sowohl im Einzel als auch im Doppel musste er sich zum Auftakt geschlagen geben, im Doppel fiel die Entscheidung gegen das topgesetzte Duo jedoch erst im Match-Tiebreak.

Richard Hiemann lieferte in der ersten Runde einen beeindruckenden Kampf. Der erste Satz dauerte 1 Stunde und 45 Minuten und ging äußerst unglücklich mit 6:7 (12:14) verloren. Nach diesem enormen Kraftaufwand fehlten im zweiten Satz die letzten Reserven, sodass er diesen mit 4:6 abgeben musste. Dennoch war es ein starker Auftritt und ein Match, das seinen kämpferischen Einsatz eindrucksvoll unterstrich. Im Doppel hatte Richard großes Pech, da sein Partner Luca Flaig (BAD) verletzungsbedingt aufgeben musste.

Aus Verbandssicht hatten wir uns sicherlich etwas mehr vorgenommen. Dennoch müssen die Ergebnisse differenziert betrachtet werden. Mehrere Begegnungen wurden nur durch Kleinigkeiten entschieden, und Verletzungen sowie gesundheitliche Probleme spielten ebenfalls eine Rolle. Die knappen Matches fielen diesmal leider nicht zu unseren Gunsten aus.

Trotzdem nehmen alle Spielerinnen und Spieler wichtige Erfahrungen aus Ludwigshafen mit. Jeder Einzelne konnte wertvolle Erkenntnisse sammeln und weiß, woran bis zu den nächsten nationalen Höhepunkten gearbeitet werden muss. In allen unseren Teilnehmern steckt weiterhin großes Potenzial, und wir sind überzeugt, dass sie aus diesen Erfahrungen gestärkt hervorgehen werden. Unser Ziel ist es, auch im kommenden Jahr wieder erfolgreich vertreten zu sein – idealerweise mit einer noch größeren sächsischen Mannschaft.

Alle Ergebnisse der Deutschen Jugendmeisterschaften 2026 sind hier abrufbar. 

Sascha Ruppert
Foto: Ronny Böhme