Das 2. Pirna Masters zeigte eindrucksvoll, dass internationaler Tennissport und familiäre Vereinsatmosphäre hervorragend zusammenpassen. Bereits vom 21. bis 25. Mai 2026 wurde die Anlage des 1. TC Pirna an der Rottwerndorfer Straße erneut zum Treffpunkt der internationalen Masters-Tennisszene.
Mit am Ende 42 Teilnehmenden aus sieben Nationen, zwölf Einzelfeldern und einem Mixed-Doppelfeld konnte das Turnier gegenüber dem Vorjahr weiter leicht wachsen. Leider kam es 2026 nach der Abmeldefrist zu überproportional vielen kurzfristigen Absagen nach der Auslosung, was aber den Gesamterfolg des Turniers nicht schmälern sollte. Gespielt wurde in den Altersklassen von 30+ bis 75+. Damit wurde einmal mehr deutlich: Tennis ist ein Sport fürs Leben — sportlich anspruchsvoll, fair und generationenübergreifend.
Die Stimmung auf der Anlage war über die gesamte Turnierwoche hervorragend. Bei bestem Wetter entwickelte sich das Pirna Masters zu einem sportlichen und persönlichen Erlebnis für Spieler, Zuschauer und Helfer. Viele Teilnehmende lobten ausdrücklich die besondere Atmosphäre, die sehr gute Organisation, das familiäre Umfeld und das hervorragende Essen. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Die Atmosphäre war besonders, die Organisation sehr gut, alles war familiär — und das Essen hervorragend.“
Der 1. TC Pirna stellt 2026 zudem zwei Champions und zwei Finalisten. Sieger in der jüngsten Kategorie bei den Herren 30 war Matthias Ludwig, der sich durch jeweils spannende und umkämpfte 3-Satz-Siege gegen Andre Widdrat (Fallersleben) und seinen Teamkollegen Erik Schiller (Pirna) den Titel sicherte. Bei den Herren 40 kam es nach kurzfristiger Absage von Andreas Nägele (Baden-Württemberg) direkt zum Endspiel, welches Dirk Petzold (Pirna) gegen den Tschechen Dusan Kovar (Teplice) nach drei Sätzen für sich entschied. Die beiden Finalisten aus Pirna waren Holger Martin bei den Herren 55 und Rainer Förster bei den Herren 75, die sich nur den jeweiligen Siegern Claus Lübben (Schwarz-Weiß Frankfurt) und Rainer Meerstein (Planeta Radebeul) geschlagen geben mussten. Martin musste im Finale leider verletzungsbedingt aufgeben, wogegen sich Förster vor dem Vorjahressieger, dem 82-jährigen Pirnaer Peter Wostry, platzieren konnte. Meerstein, der in der Ostliga für Planeta Radebeul spielt, gewann alle seine drei Spiele souverän und triumphierte verdient.
Dass das Pirna Masters auf einem sehr guten Weg ist, zeigte sich bereits im Vorjahr: Für die Premiere 2025 erhielt das Turnier den Tournament Recognition Award der ITF World Tennis Masters Tour. Diese Auszeichnung würdigt eine besonders hohe Spielerzufriedenheit und eine vorbildliche Turnierorganisation. An diesen Erfolg konnte das Organisationsteam 2026 anknüpfen. Die Turnierdirektoren Dirk Petzold und Rainer Förster zeigten sich entsprechend zufrieden: „Wir wollten ein Turnier schaffen, bei dem sportlicher Anspruch, internationale Begegnung und familiäre Atmosphäre zusammenpassen. Dass die Spielerinnen und Spieler genau diese Mischung so positiv wahrnehmen, freut uns sehr.“
Getragen wurde das Turnier auch in diesem Jahr von einem starken ehrenamtlichen Team. Rund 20 Freiwillige sorgten vor und während der Turnierwoche für einen reibungslosen Ablauf. Ohne dieses Engagement wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung für den Verein nicht möglich.
Ein besonderer Dank gilt außerdem den Sponsoren und Unterstützern des Turniers. Premiumsponsor des 2. Pirna Masters war die Karl Köhler Bauunternehmung GmbH & Co KG Heidenau. Weitere wichtige Unterstützung kam unter anderem von BAUHAUS Dresden Nickern, dem Aktiv-Sporthotel Pirna, Dr. Ludwig & Partner GmbH Versicherungsmakler, dem Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, den Stadtwerken Pirna sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Pirna, Tim Lochner.
Nach dem erfolgreichen zweiten Turnier richtet sich der Blick bereits nach vorn. Für 2027 ist das Pirna Masters erneut zu Pfingsten, vom 14. bis 18. Mai 2027, geplant. Ziel ist es, das Turnier weiterzuentwickeln, weiter zu wachsen und perspektivisch ein Upgrade auf ITF MT200 zu erreichen. Damit könnte Pirna seine Position als Standort für internationalen Masters-Tennissport weiter stärken.
Das Fazit nach fünf Turniertagen fällt eindeutig aus: Das Pirna Masters ist gewachsen, sportlich stärker geworden und hat sich zugleich seinen besonderen Charakter bewahrt — international, herzlich und nahbar.
Siegerinnen und Sieger des 2. Pirna Masters
Herren 30
Sieger: Matthias Ludwig, 🇩🇪, Pirna
Finalist: Andre Widdrat 🇩🇪, Fallersleben
Herren 40
Sieger: Dirk Petzold 🇩🇪, Pirna
Finalist: Dusan Kovar 🇨🇿, Teplice
Herren 45
Sieger: Adam Zanto 🇵🇱, Legnica
Finalist: Brett Rustemeyer 🇺🇸, Dresden
Herren 50
Sieger: Carsten Maas 🇩🇪, Brandenburg
Finalist: Oliver Rothkegel 🇩🇪, Dresden
Herren 55
Sieger: Claus Luebben 🇩🇪, Frankfurt aM
Finalist: Holger Martin 🇩🇪, Pirna
Herren 60
Sieger: Andreas Multerer 🇩🇪, Heidelberg
Finalist: Martin Strey 🇩🇪, Ludwigsfelde
Herren 65
Sieger: Jan Janiszak 🇵🇱, Legnica
Finalist: Claus-Peter Jahn 🇩🇪, Dresden
Herren 70
Sieger: Josef Bokelmann 🇩🇪, Warnemünde
Finalist: Volker Kaul 🇩🇪, Dresden
Herren 75
Sieger: Rainer Meerstein 🇩🇪, Radebeul
Finalist: Rainer Foerster 🇩🇪, Pirna
Damen 35
Siegerin: Franziska Krueger 🇩🇪, Berlin-Hermsdorf
Finalistin: Julia Greim 🇩🇪, Dresden
Damen 40
Siegerin: Simone Geschke 🇩🇪, Waldheim
Finalistin: Kirsten Marschner 🇩🇪, Dresden
Damen 55
Siegerin: Heike Pursche 🇩🇪, Dresden
Finalistin: Waltraud Puhl 🇩🇪, Hannover
AK 30 Mixed
Sieger: Julia Greim 🇩🇪 / Oliver Rothkegel 🇩🇪, beide Dresden
Finalisten: Simone Geschke 🇩🇪 / Adam Zanto 🇵🇱, Waldheim / Legnica
Alle Ergebnisse des 2. Pirna Masters finden sich hier.
Dirk Petzold
Fotos: Ulf Schmidt