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6 Aktive – ITF Leipzig Open
Brenda Fruhvirtova souveräne Titelträgerin
der Leipzig Open 2023
Von den beiden Jahren 2020 und
2021, in denen das ITF Turnier der
Leipzig Open coronabedingt pausie-
ren musste, einmal abgesehen, mar-
kieren die Leipzig Open Mitte August
auf der Anlage des Leipziger TC 1990
das Highlight für den Tennissport in
Leipzig, Sachsen und weit darüber
hinaus. So auch in diesem Jahr als
erneut Spielerinnen aus mehr als
20 Ländern in Leipzig um Siege und
Weltranglistenpunkte kämpften.
Die Siegerin der Leipzig Open 2023 heißt
Brenda Fruhvirtova aus Tschechien. Im
Finale der beiden topgesetzten Spiele-
rinnen schlug sie am Mittag des Final-
sonntags Darya Astakhova (WTA-Rang
254) aus Russland, die unter neutraler
Flagge spielt, nach knapp eineinhalb
Stunden mit 6:3, 6:3. Dabei überrasch-
te der Erfolg der jungen Tschechin, die
zum Turnierzeitpunkt mit gerade ein-
mal 16 Jahren schon Platz 120 der ak-
tuellen Weltrangliste einnahm (Stand
7. August 2023), keineswegs. Brenda
Fruhvirtova stand in diesem Jahr be-
reits in den Grand Slam-Hauptfeldern
der Australian Open und in Roland Gar-
ros und gewann unter anderem in der
Woche vor ihrem Leipziger Titelgewinn
das ITF-Turnier in Hechingen (60.000
Dollar Gesamtpreisgeld) souverän. In
Leipzig trat sie topgesetzt als klare Tur-
Darya Astakhova und Brenda Fruhvirtova bei
der Siegerehrung (von links).
Strahlende Siegerinnen und Finalistinnen der Doppelkonkurrenz: Julia Avdeeva, Arina Gabriela
Vasilescu, Estelle Cascino und Seone Mendez (von links). Alle Fotos: Ronny Ecke
nierfavoritin an, blieb in ihren fünf Be-
gegnungen auf dem Weg zum Titelge-
winn ohne Satzverlust und wurde ihrer
Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht.
Traditionell bereits am Samstag des
Finalwochenendes wurde der Doppel-
titel vergeben. Hier siegten in einem
bis zum Schluss spannenden Finale
vor voll besetzten Rängen des Center-
courts Estelle Cascino (Frankreich) und
Seone Mendez (Australien) mit 6:2, 6:7,
10:8 über Julia Avdeeva (Russland, un-
ter neutraler Flagge) und Arina Gabri-
ela Vasilescu (Rumänien).
Die acht deutschen Spielerinnen im
Hauptfeld der Einzelkonkurrenz der
Leipzig Open 2023 hatten einen schwe-
ren Stand. Und so fand anders als im
Vorjahr, als mit Mara Guth und Julia
Middendorf noch zwei von ihnen im
Halbfinale gestanden hatten, bereits
die Vorschlussrunde ohne deutsche
Beteiligung statt. Als beste deutsche
Spielerinnen scheiterten am Turnier-
freitag Katharina Hobgarski (an Po-
sition 8 gesetzt) in drei Sätzen gegen
Vivian Wolff (USA) und Ella Seidel (an
Position 7 gesetzt) klar gegen die spä-
tere Turniersiegerin Brenda Fruhvirto-
va im Viertelfinale.
Bemerkenswert aus sächsischer Sicht
war der Auftritt von Lola Giza (Sport-
park Dresden, SV Dresden Mitte 1950)
in Runde eins. Mit einer Wildcard aus-
gestattet, bot die Schülerin des Dresd-
ner Sportgymnasiums ihrer unter
neutraler Flagge spielenden Gegnerin
Alevtina Ibragimova, die in diesem Jahr
unter anderem in den Viertelfinals der
Junioren-Wettbewerbe der Australi-
an Open und der French Open stand,
einen großen Kampf, ehe sie sich mit
5:7, 3:6 geschlagen geben musste. Lara
Schmidt und Kathleen Kanev, die in der
Bundesliga für den TC Blau-Weiß Dres-
den-Blasewitz aufschlagen, unterlagen
ebenfalls in Runde eins.
Bei den Leipzig Open wurde im Rahmen
des ITF-Turniers der Damen erneut um
25.000 Dollar Preisgeld (plus Hospita-
lity) und die entsprechenden Weltran-
glistenpunkte gespielt. Am Ende einer
langen Turnierwoche erhielten die Aus-
richter des Leipziger TC 1990 und der
Leipzig Open GmbH erneut viel Lob für
die beispielhafte Turnierorganisation
und die tolle Atmosphäre, in der sich
die Spielerinnen des Weltranglistentur-
niers und Spielerinnen und Spieler der
begleitenden Turniere abermals sehr
wohl fühlten.
sachsentennis 03/2023
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